Ein perfekter Mix

Ich war vor kurzem mit der Dame meines Herzens in einem Club. Die Anlage dort hörte sich schon ziemlich abgenutzt an, die Tweeter schienen überstrapaziert und der Raum hatte Resonanzprobleme im Bass.

Okay, nach einigen Gin-Tonics störte das nicht mehr und Ohren gewöhnen sich ja auch an schlechte Raumverhältnisse. Der Musikgeschmack des ersten DJs liess zu wünschen übrig, was sich in allgemeinem Rumstehen äusserte.

Tragisch war jedoch, dass an fast jedem Mix irgendwas nicht stimmte. Mal war er nicht transparent genug, mal war die Snare zu dünn oder der Attack des Kompressors bei den Overheads zu kurz.

Doch dann kamen die Foo Fighters mit „Pretender“. Sämtliche Raumprobleme schienen auf einmal wie von Zauberhand zu verschwinden, die Leute flippten aus, die Musik erfüllte jede kleinste Ecke des Raums und liess die Gefühle mitschweben.

Meine schönere Hälfte und ich fanden absolut nichts, das man an diesem Meisterstück der Mischkunst benörgeln könnte. Wir flippten ebenfalls aus, und es dauerte über eine Stunde, bis ein weiterer Mix den Club derart bezauberte.

Später fand ich heraus, dass Pretender von Rich Costey, ein Engineer den ich seit seiner Arbeit am Album Absolution von Muse bewundere, gemischt wurde.

Und hier schliesst sich der Kreis: Das zweite Zauberstück war Uprising von Muse, gemischt von Mark ‚Spike‘ Stent, der derzeit gefragteste Mixing Engineer.

Diese beiden zeigen auf, was der Unterschied von einem guten zu einem perfekten Mix ist, und wie nur sehr wenige dazu in der Lage sind. Listen and learn!

Autor: Simon

IT Security Spezialist, in Zürich aufgewachsen, zweifacher Vater und speziell interessiert am interaktiven Web, Audio Engineering und Kino. Erfahre mehr über mich und folge mir auf Twitter: @-simwep

3 Gedanken zu „Ein perfekter Mix“

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